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title: "AfD bietet CDU Minderheitsregierung an – aber nur ohne Merz"
description: "Alice Weidel bietet der CDU überraschend die Duldung einer Minderheitsregierung an – allerdings nur ohne Friedrich Merz. Die AfD attackiert die Bundesregierung scharf und fordert einen politischen Kurswechsel."
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#  AfD bietet CDU Minderheitsregierung an – aber nur ohne Merz

19. Mai 2026 // Geschrieben von Manfred

 ![](https://fingerklopfer.de/media/yootheme/cache/77/2026-05-19_weidel_kurswechsel-77249b86.jpg)

Die AfD hat auf ihrer aktuellen Pressekonferenz ein bemerkenswertes politisches Signal gesendet: Parteichefin Alice Weidel stellte erstmals offen eine Duldung einer CDU-geführten Minderheitsregierung in Aussicht – allerdings unter einer klaren Bedingung: Bundeskanzler Friedrich Merz dürfe dabei nicht Regierungschef bleiben.

Damit verschärft die AfD ihren Kurs gegenüber der schwarz-roten Koalition und versucht zugleich, sich als potenzieller Machtfaktor für einen politischen Kurswechsel zu positionieren. Grundlage der Aussagen war eine Pressekonferenz der AfD-Bundestagsfraktion, in der Weidel und Tino Chrupalla massive Kritik an der Bundesregierung übten und Deutschland als „de facto führungslos“ beschrieben.

## Scharfe Generalabrechnung mit der Bundesregierung

Im Zentrum der Pressekonferenz stand eine umfassende Kritik an der Wirtschafts- und Energiepolitik der Bundesregierung. Weidel sprach von einer „beschleunigten Deindustrialisierung“ Deutschlands und verwies auf Insolvenzen, Stellenabbau und steigende Energiepreise. Die Regierung betreibe lediglich „Ankündigungspolitik“, während echte Reformen ausblieben.

Die AfD sieht sich angesichts sinkender Zustimmungswerte für die Regierung und eigener Umfrageerfolge zunehmend als Alternative für einen politischen Machtwechsel. Weidel erklärte, die Bürger wollten „ein Ende des großen Auspressens“ und eine Rückkehr zu wirtschaftlicher Vernunft.

Besonders deutlich wurde die AfD beim Thema Energiepolitik. Gefordert werden ein Wiedereinstieg in die Kernkraft, das Ende der Energiewende in ihrer bisherigen Form sowie eine grundsätzlich neue Russland- und Ukrainepolitik. Chrupalla erneuerte zudem die Forderung nach einem Untersuchungsausschuss zur Nord-Stream-Sprengung und sprach von einer „Verletzung deutscher Souveränität“.

## Angebot an die Union – aber mit klarer Bedingung

Der politisch brisanteste Teil der Pressekonferenz folgte jedoch mit Blick auf die CDU. Weidel erklärte, die AfD sei bereit, „über die Duldung einer Minderheitsregierung zu sprechen“, falls die Union ihre Zusammenarbeit mit der SPD beende und die „Brandmauer“ zur AfD aufgebe.

Gleichzeitig formulierte sie eine zentrale Bedingung: „Es versteht sich hier von selbst, dass der Kanzler dann nicht Friedrich Merz heißen kann.“

Damit attackiert die AfD gezielt den amtierenden Kanzler und versucht zugleich, innerparteiliche Spannungen innerhalb der Union auszunutzen. Politisch dürfte das Angebot allerdings kaum kurzfristige praktische Folgen haben. Die CDU hält bislang offiziell an ihrer Abgrenzung zur AfD fest. Dennoch zeigt der Vorstoß, dass die AfD ihre Rolle zunehmend nicht mehr nur als Oppositionspartei, sondern als potenzieller Machtpartner definiert.

## Demokratie, direkte Abstimmungen und Systemkritik

Ein weiterer Schwerpunkt der Pressekonferenz war die Frage nach dem Vertrauen in demokratische Institutionen. Weidel sprach von einer „Erosion des Vertrauens“ in Politik und Rechtsstaat und stellte die Einführung direkter Demokratie nach Schweizer Vorbild als Kernforderung der AfD heraus. Volksabstimmungen und mehr direkte Bürgerbeteiligung seien notwendig, um das „Vertrauenskapital“ der Gesellschaft wiederherzustellen.

Gleichzeitig verband die AfD diese Forderungen mit scharfer Kritik an EU-Bürokratie, Energiewende und der bisherigen Russlandpolitik Deutschlands. Die Bundesregierung sei selbst „zum Sicherheitsrisiko für dieses Land geworden“, erklärte Weidel in Richtung der Ukraine- und Außenpolitik.

## Politisches Signal mit Sprengkraft

Das Angebot einer Duldung ist vor allem symbolisch relevant. Die AfD versucht damit erkennbar, den politischen Druck auf die Union zu erhöhen und die Debatte über mögliche Mehrheitsoptionen neu zu eröffnen. Gleichzeitig soll die CDU in eine strategische Zwickmühle gebracht werden: Hält sie an der Brandmauer fest, kann die AfD dies weiter als „Blockade eines Machtwechsels“ darstellen. Öffnet sich die Union auch nur rhetorisch, drohen massive innerparteiliche Konflikte.

Unabhängig von der praktischen Umsetzbarkeit markiert die Pressekonferenz daher einen weiteren Schritt in der strategischen Neupositionierung der AfD – weg von der reinen Fundamentalopposition hin zum offenen Anspruch auf Regierungsfähigkeit und Machtoptionen im Bund.

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